Im 7. Abschnitt geht es um Schule. Ich wurde, da ich 1989 im Juni geboren wurde, 1995 eingeschult. Zum Schulbeginn gab es eine riesige Schultüte, die ich kaum alleine tragen konnte xD Ich bekam auch meine erste Armbanduhr zu diesem Zeitpunkt :D Es gab einen Gottesdienst, da ich zur katholischen Grundschule in Odenthal ging und wir wurden von den damaligen Viertklässern als Paten begleitet.
In den Klassen angekommen wurden wir erstmal den Stühlen zugeteilt. Klingt komisch, ich weiß. Es war aber so, dass die Schule unterschiedlich große Stühle und Tische hatte. Lila war für die kleinsten. Dann folgte gelb, dann grün und dann weiß. Am Türrahmen war eine Messlatte, an der sich keine Zahlen, sondern Farben befanden. Ich saß auf gelb und musste dementsprechend neben einem ähnlich großen Kind sitzen. So schlossen sich erste Bekanntschaften :D
Ja und seitdem war ich stolze Schülerin der 1B und verbrachte vier Jahre Grundschule in ein und dem selben Klassenraum. Warum das so war weiß ich aber nicht – normalerweise wird der Klassenraum nach 2 Jahren gewechselt. Jeden Morgen hatten wir “Stillarbeit” für eine halbe Stunde. Dort hatten wir CVK-Karten (ich glaub, die hießen so) die wir der Reihe nach abzuarbeiten hatten. Wir hatten sogar ein eigens dafür vorgesehenes Heft dafür. Auf dem Karten ging es um Mathe, Ausdruck, Zeichensetzung, kleine Geschichten und und und :D Jede Stufe hatte natürlich andere Karten. :D
Jeden Freitag endete die Schulwoche mit einer 1/2 stündigen Aufführung der Kinder. Der Reihe nach waren die Klassen dran und dann wurden Lieder, Texte und Stücke, die mit der Jahreszeit oder einem bestimmten Thema, das nicht vorgegeben war, einstudiert. Dazu mussten alle ihren Stuhl in die Aula in der Mitte des Schulgebäudes tragen, und jede Klasse saß in einer eigenen Reihe. Die ältesten hinten.
Für reibungslosen Ablauf sorgte immer unser Schuldirektor. Der Mann war cool. xD Super streng, wenn es angebracht war, aber immer einen lustigen Spruch auf den Lippen. Außerdem war er beim Singen immer lauter als wir 200 Schüler. Man konnte ihn immer hören. Mit ihm haben wir Kanon bis zum Abwinken gesungen und er hat uns alle Lieder so oft singen lassen, bis wir sie reibungslos konnten. Das ging aber ganz einfach in der Gemeinschaft ;)
In der Adventszeit gab es immer einen großen Adventskranz in der Mitte der Aula, um den wir uns montags versammelten und 2 oder 3 Lieder sangen, bevor wir mit dem Unterricht begannen.
Und im Mai versammelten sich alle Schüler zum Mailauf. Jedes Jahr wurde ein Foto vom Dach der Schule aus gemacht, wie wir alle in unseren blauen T-Shirts – bedruckt mit dem Schullogo – und unseren roten Hosen im Halbkreis auf dem Schulhof saßen und nach oben in die Kamera schauten. (Im Sportunterricht mussten wir übrigens auch immer das blaue Schulshirt und eine rote Hose tragen.) Beim Mailauf ging es darum, bei Verwandten und Bekannten fragen zu gehen, wie viel Geld sie einem pro gelaufene Runde geben würden. Wenn also jemand eine Mark Pro Runde gab, und das Kind, auf dessen Laufzettel derjenige stand, lief 20 Runden, musste er 20 Mark bezahlen. Dieses so gesammelte Geld der ganzen Schule ging an unsere Patendorf in Polen. Wir liefen übrigens immer durch den Wald und an der Dhünn (das ist der Bach/Fluss in Odenthal) entlang und nicht auf dem langweiligen, staubigen und heißen Sportplatz. ^^
Jedes Jahr wurden Fotos gemacht. Dazu kam immer ein Fotograf in die Schule, der erst die Kinder einzeln und dann die jeweiligen Klassen zusammen fotografierte. Die konnten die Eltern dann bestellen. Es hab immer Fotos des Kindes in verschiedenen Größen, ein Klassenfoto, Klebefotos von jedem Kind in der Klasse des Kindes und ein Heftchen in dem man die alle aufkleben und den Namen unten drunter schreiben konnte.
Bei anderen Veranstaltungen, wie Karneval zum Beispiel, lief der Direktor immer mit der Kamera rum und fotografierte. Die Fotos lagen dann, wenn sie entwickelt waren, in der Aula aus und Kinder und Eltern bekamen einen Zettel in die Hand gedrückt, auf dem der Name und die Nummern der Fotos eingetragen werden konnten. Die wurden dann jeweils bestellt und entsprechend in Umschlägen den Kindern mitgegeben. :)
Die Klassenfahrt – meine einzige in der Grundschulzeit – ging in der 4. Klasse ins Haus Sturmeck auf Spiekeroog. Dort gingen wir wandern und schauten uns alles Sehenswürdige an. In die Nordsee konnten wir alledings nicht, da wir dafür einen zu kalten September erwischten. Jeden Morgen wurden wir durch das Spielen der Blockflöten geweckt. Danach wurden uns Mädchen von den Lehrerinnen Zöpfe geflochten und jeden Tag hatten wir was vor. Natürlich waren wir auch im Watt :D
Hier stoppe ich das ganze Mal. Von meiner Zeit auf dem Gymnasium und der Hauptschule werde ich nicht erzählen, der Beitrag ist sowieso schon lang genug ^^ Wer es trotzdem wissen will, kann mich ja gerne fragen ^^ Die Grundschulzeit war aber meine liebste Schulzeit, ich bin gerne dagewesen und deswegen habe ich das für meinen Beitrag ausgesucht.