[gelesen] Hex Hall – Wilder Zauber


Hex Hall 1

Michaela Link (Übersetzer). Lyx 2010, Taschenbuch, 295 Seiten, € 9,95

4.5

Ich bin verliebt in dieses Buch! Es war wirklich die Überraschung des Jahres für mich ^^
Zuerst dachte ich, bei der Geschichte um Sophie Mercer ging es zu, wie bei Harry Potter, nur für Mädchen. Aber irgendwie war das ganz und gar nicht so. Rachel Hawkins hat sich eine tolle, eigenständige Geschichte ausgedacht, die es sich wirklich lohnt zu lesen.

Sophie Mercer wird nach einem Liebeszauber, der ihr nicht so ganz gelingen will, nach Hecate Hall (auch Hex Hall) geschickt, damit sie mit Kindern und Jugendlichen zusammen ist, die so sind wie sie. Alle haben hier eines gemeinsam: Ihre Zaubereien stellten eine Gefährung der Entdeckung durch die Menschen dar.
Schon am Anfang des Buches musste ich lachen. Sophie ist nämlich toll. Sie ist witzig, schlagfertig, frech und unbeholfen. ^^ Sie ist eben ein typischer Teenager. Als sie ein Werwolf beinahe attakiert fällt ihr nichts besser ein als “Böser Hund!” zu schreien. Archer Cross, der schärfste Typ der Schule, bewahrt sie vor schlimmerem mit einem Abwehrzauber. So wechseln die beiden die ersten Worte miteinander. Natürlich dauert es nicht lange, bis Sophie sich in ihn verknallt. Archer ist mir sehr unsympathisch. Er ist überheblich und arrogant. Aber mit der Zeit mausert er sich und wird sogar richtig nett ;)
Sophies Zimmergenossin Jenna ist ein Vampir und bei den anderen gar nicht beliebt, da es heißt, sie habe eine Mitschülerin getötet. Sie wurde allerdings wegen mangelnder Beweise “freigesprochen” und darf in Hecate bleiben.
Mit der Zeit erfährt Sophie ganz viele Dinge aus ihrer Vergangenheit, die ihre Mum ihr immer verschwieg. Deshalb ist sie bei Mitschülern und Lehrern nicht sonderliche beliebt.
Und dann sind da noch Elodie, Chaston und Anna, die es sowohl auf Jenna als auch auf Sophie abgesehen haben. Keine Gelegenheit lassen sie aus, um die beiden zu ärgern und vor den anderen schlecht dastehen zu lassen.
Innerhalb einer Woche werden zwei Mitschülerinnen angegriffen und wieder steht Jenna unter verdacht. Doch Sophie vermutet andere Kreaturen hinter diesen Angriffen, aber niemand will ihr glauben…

Dieses Buch ist einfach so wunderbar geschrieben, dass ich es gar nicht mehr aus der Hand legen wollte. Die Charaktere sind einfach, aber sehr realistisch beschrieben. Das Buch wirkt nicht gekünstelt, sondern so, als habe die Autorin Teenager aus der Nachbarschaft als Vorlage genommen und ihnen einfach nur magische Fähigkeiten verpasst.^^ Ich habe mir einfach vorgestellt, mit Sophie zusammen in Hecate zu wohnen, denn ich finde sie echt super. Einige Lacher verstecken sich in dem Buch und ebenso einige Überraschungen. Das Ende ist weniger vorrausschaubar, was ich wirklich super finde. Aus der Ich-Perpektive erzählt, ganz flüssig zu lesen. Ab und zu kam mir ein “Oh” über die Lippen, weil sich wieder ganz neue Erkenntnisse zeigten und ich damit wirklich nicht gerechnet hatte.
Ich empfehle dieses Buch wirklich jedem und bin sehr gespannt auf Teil 2 :)

Provokatant!

Ganz provokatant hat Thalia heute seine Mängelexemplare rausgekramt. Bestimmt nur, um mich zum Geldausgeben zu animieren. Gemein sag ich euch. Und wie konnte es anders sein: Ich habe fünf Bücher für zusammen 12,50 € gekauft, nachdem ich ca. 25 Minuten in den Büchern rumgewühlt hatte. Dabei ist mein Regal doch eh schon so überfüllt… :( (”Provokatant” ist übrigens ein Wortmix aus dem Kopf meiner Schwester, die nicht wusste, ob sie “provokativ” oder “provokant” sagen soll :s13: ) (Weiter im Text unter dem Bild ;))

Buecher

Da hätten wir also “Mordshunger”, welches ein Köln-Krimi ist. Es ist sicher toll, einen Roman zu lesen, bei dem man genau weiß, wo sich die Protagonisten befinden. :D “Gut gegen Nordwind” wollte ich schon die ganze Zeit lesen, aber immer, wenn ich in der Buchhandlung war, vergaß ich, danach zu schauen. Deswegen hab ich es heute auch nicht mehr weggelegt und gleich gekauft. ^^ “Frucht der Sünde” will ich lesen, weil… keine Ahnung ehrlich gesagt – es sprach mich halt einfach an. Das Gänsehautbuch ist wie immer für meine Sammlung, die ich vervollständigen will und “Frisch getraut” hat mich ebenfalls angesprochen. Ab und an ist so ein lockerer Frauenroman eine gute Alternative.


Mordshunger

Frank Schätzing. Goldmann Verlag 2006, Taschenbuch, 448 Seiten, € 8,95

4.0


Frisch getraut

Antje Althans (Übersetzer). Goldmann TB 2008, Taschenbuch, 320 Seiten, € 5,50

3.5


Gut gegen Nordwind

Daniel Glattauer. Goldmann Verlag 2008, Taschenbuch, 224 Seiten, € 4,55

4.5


Frucht der Sünde

Karolina Fell (Übersetzer). rororo 2009, Taschenbuch, 608 Seiten, € 9,95

3.5

[gelesen] Regenbogenträume


Regenbogenträume

Alice Peterson. Bastei Lübbe GmbH & Co.KG (Bastei Verlag) 2008, Taschenbuch, 368 Seiten, € 7,95

4.5

Katie scheint in einer perfekten Welt zu leben. Ihr Freund Sam ist gutaussehen, nett und reich. Er hat ein wunderschönes Haus, in dem die beiden zusammen leben. Katie hat ihre eigene Boutique und macht sogar Modenschauen. Alles scheint gut.
Als ihre Eltern sie dann bitten, auf ihre kleine Schwester Isabel (Bells) aufzupassen, droht ihre heile Welt zusammen zu brechen – hat sie Bells doch bisher verleugnet und nicht mal Sam von ihr erzählt. Denn Bells ist anders. Sie hatte nicht das Glück, gesund auf die Welt zu kommen und dafür schämt Katie sich.
Leider ist ziemlich spät erklärt worden, was eine “Kiefer-Gaumen-Spalte” nun ist. Ich konnte mir absolut nichts darunter vorstellen und so verstand ich erst nicht, wieso niemand Bells verstand, wenn sie redete. Aber wenn man es weiß, kann man sich gut in das Buch eindenken und die Charaktere besser verstehen.
Mit der Hauptperson Katie bin ich nur sehr langsam warm geworden und Sam konnte ich eigentlich überhaupt nicht leiden. Aber ich liebte Bells vom ersten Moment an. Sie ist einfach so süß dargestellt und einfach nur zum Knuddeln.
Als Bells dann, während die Eltern im Urlaub sind, für zwei Wochen bei Katie wohnt, gerät der Alltag aus den Fugen. Katie ist es merklich unangenehm, wenn Bells alle Leute anspricht und einfach frei heraus sagt, was sie grade denkt.
Schön gemacht wurden auch die Rückblicke auf die Zeit, in der Bells und Katie Kinder waren. Erst da kann man sich nach und nach in Katie hineinversetzen und merkt, warum sie sich immer schneller von ihrer Familie abkapselte und eifersüchtig auf Bells war.
Mit der Zeit steht Katie immer mehr zu Bells und ihr wird es egal, was die anderen Leute denken, wenn Bells sie mal wieder nach dem Alter fragt, oder warum sie “eine Beule am Kopf haben”. ^^ Sie lässt nichts an ihre Schwester herankommen und so passieren einige einschneidende Ereignisse in ihrem Leben.
Leider geht es am Ende immer weniger um die Beziehung zwischen Bells, Katie und der Familie, was ich sehr schade finde.

Mehr möchte ich auch gar nicht verraten, sonst macht euch das Buch keinen Spaß mehr ^^
Ich kann dieses Buch eigentlich nur empfehlen, wenn ihr gerne Bücher lest, die zum Nachdenken anregen und gelentlich ein kleines Lächeln ins Gesicht zaubern. Mit Cecilia Ahern, wie es auf dem Buchrück steht, würde ich das Buch allerdings nicht vergleichen. Ich finde es anders ^^ Trotzdem ist es ein gutes Buch.

[gelesen] Vergesst mich nicht!


Gruselfieber, Bd.1, Vergesst mich nicht!

Janka Panskus (Übersetzer). Cbj 2001, Gebundene Ausgabe, 125 Seiten, € 2,92

4.0

Ich hab das Buch gestern Abend angefangen und nach nur 2 Lesestunden beendet.
Ich kenne R.L.Stine noch aus meiner Kinderzeit. Ich habe seine Reihe “Gänsehaut” immer gerne gelesen und habe sie heute (fast komplett) in meinem Regal stehen. Die Gruselfieber-Reihe kannte ich allerdings noch nicht, und das hier war meine erste Geschichte daraus, von der ich wirklich positiv überrascht war.

Danielle zieht mit ihren Eltern und ihrem Bruder Peter in ein neues, großes Haus ein. Danielle hört ständig flüsternde Stimmen, die aus dem Keller kommen und nach Peter zu rufen scheinen. Auch die Kelltertüre steht immer auf. Sogar Sekunden, nachdem Danielle sie geschlossen hat.
Danielles Schulfreundin Jana hat eine tolle Idee für den Talentwettbewerb: Hypnose! Aber Peter hält die beiden davon ab und beharrt darauf, auch hypnotisiert zu werden. Damit die beiden Mädchen Ruhe haben, ringen sie Peter das Versprechen ab, dass er sie in Ruhe lässt, wenn er hypnotisiert wird. Doch dann geht etwas gewaltig schief und Peter ist nicht mehr der, der er war. Er beginnt, alles zu vergessen. Sogar sich selbst. Und auch sein Umfeld will Peter plötzlich nicht mehr kennen. Ob das etwas mit den schleimbedeckten Kindern im Keller zu tun hat?

Unfassbar, wie spannend so ein Jugendbuch sein kann, wenn man sich nur darauf einlässt. Aus der Ich-Perspektive – wie gewöhnlich von R.L.Stine – erzählt, ließ diese Geschichte mein Herz schon ziemlich pochen, als ich es im Dunkeln las. Ich fühlte mich in meine Jugendzeit zurück versetzt, in der ich mit einer Taschenlampe unter der Bettdecke lag, und heimlich gelesen habe :D
Dies ist keins der Bücher, wo die Kapitel einen Abschnitt der Geschichte bildern und man das Buch nach beenden eines eben dieser Kapitel aus der Hand legen kann. Am Ende eines jeden Kapitels passiert irgendwas – sodass man immer die ersten Sätze des nächtsten Kapitels lesen muss, um zu wissen, ob die Aufregung sich lohnt, oder das Ganze nur dem Spannungsaufbau diente. Die Geschichten ist einfach und gut geschrieben, gegen Ende denkt man immer “Achso… puh, Gott sei Dank” doch… was war das? ;)